NEWS

19. September 2016

Einladung :
2. Stammtisch Behindertengleichstellung, Fokus Regierungsrats-Wahlen!

Der 2. Stammtisch Behindertengleichstellung steht ganz im Zeichen der bevorstehenden Wahlen. Das
Aktionskomitee Behindertengleichstellung ladet Sie herzlich ein, an diesem wichtigen Anlass teilzunehmen
und sich an den Diskussionen zu beteiligen.

Thema: Regierungsratswahlen: Neue Köpfe – mehr Behindertenpolitik?
Oder bleibt es bei den höhergelegten Tramhaltestellenkanten?

Höhergelegte_Tramhaltestellenkante

 

Datum:         Mittwoch 28. September 2016
Zeit:              18.30h – 20.00h
Ort:              Garage Settelen, Türkheimerstrasse 17, 4055 Basel

Podiumsgespräche mit Regierungsrats- und GrossratskandidatInnen, PolitikerInnen und Fachpersonen.

Gäste

Elisabeth Ackermann, Grüne
Martina Bernasconi, GLP
Heidi Mück, BastA!
Michela Seggiani, Vizepräsidentin SP Basel-Stadt
Béatrice Alder, BastA!
Anna Götenstedt, LDP
Luca Urgese, Präsident Basler FDP
Daniel Goepfert, SP
Olaf Meiburg, IV-Stelle BS

u. a.

Moderation

Linda Muscheidt Burri, Kommunikation+coaching

 

Kommen Sie und bringen Sie Ihre Freunde mit. Wir freuen uns auf Ihr zahlreiches Erscheinen!

 

16. Juli 2016

Antwortschreiben des Regierungsrats auf den Offenen Brief des Aktionskomitees Behindertengleichstellung an die Regierung

Der letzte gelb markierte Satz im Antwortschreiben in Bezug auf die Motion von SP-Grossrat Georg Mattmüller und Konsorten betreffend kantonales Behindertengleichstellungsrecht wirkt wie der Hoffnungsschimmer am Horizont. Immerhin liegt jetzt schriftlich vor, dass eine Wiedereröffnung der Fachstelle auf unser gemeinsames Intervenieren hin in Erwägung gezogen wird. Das erste Mal, dass nicht einfach ein „NEIN, braucht es nicht mehr“ ausgesprochen wird … wir bleiben gemeinsam dran! Motion + AK = die geballte Ladung!

DOWNLOAD Antwortschreiben

26. Mai 2016

Seitens des Präsidialdepartements erfolgte die Eingagsbestätigung für den Offenen Brief an die Regierung. Darin bedankt sich Regierungspräsident Guy Morin für das Schreiben und lässt vermelden, dass die interne Bearbeitung ihrerseits noch etwas Zeit in Anspruch nehmen wird.

Seitens des Präsidialdepartements käme man gerne so bald als möglich auf das Anliegen des Aktionskomitees zurück und bedanke sich zwischenzeitlich für die Geduld und das Verständnis.

19.05.2016 die bis jetzt einzige Medienreaktion auf den Offenen Brief
barfi.ch
http://barfi.ch/News-Barfiland/Aktionskomitee-Behindertengleichstellung-mit-Offenem-Brief-an-die-Regierung

19. Mai 2016

Das AKTIONSKOMITEE BEHINDERTENGLEICHSTELLUNG für den Erhalt der Fachstelle für Gleichstellung von Menschen mit Behinderung hat gut einen Monat nach dem 1. Stammtisch Behindertengleichstellung vom 13.4.2016 das gewonnene Fazit aus den engagierten, emotionalen Diskussionen dem Regierungsrat Basel-Stadt in einem Offenen Brief zukommen lassen.

DOWNLOAD Offener Brief

DOWNLOAD Fazit 1. Stammtisch

DOWNLOAD Aktionskommitee

Der Offene Brief ging an ChefredaktorInnen, Redaktionen und weitere Persönlichkeiten

Ein Kommentar zum 1. Stammtisch von
Sibylle Birkenmeier, Kabarettistin

Mitglied des Aktionskomitee Behindertengleichstellung

8. Mai 2016

Es ist deutlich geworden: Basel braucht eine Gleichberechtigungsstelle für Menschen mit Behinderung. Den Leuten mit Rollstuhl und anderen Behinderungen bringt es nichts, wenn „die Papiere in den Schubladen des Amtes den Geist der UNOKonvention atmen“, wie uns versichert wurde. Zur Zeit ist niemand da, der Bescheid weiss und die vielen seit langem pendenten Anliegen der Betroffenen anhört, versteht und bearbeitet. Ein Briefkasten soll existieren…. Das hat ja den Charme eines Mülleimers in dem ich nur verschwinden kann. Man merkt sofort, aus dem Briefkasten geht nur was rein und nichts raus. Die Gleichberechtigungsstelle ist wieder neu überdacht zu installieren und zwar mit mehr Menschen als vorher! Von wegen sang und klanglos abschaffen oder wegsparen! Aufstocken!

Am Geld solls ja nicht fehlen bei unerwartetem Überschuss … Die Abschaffung der Gleichberechtigungsstelle für Menschen mit Behinderung von der Basler Regierung war ein Überschuss!
Sparen an dieser Stelle zeigt so viel über die unbewusste oder bewusste Haltung einer Regierung auf, die das Thema des diversen Menschen einfach unter den Tisch zu kehren bereit ist: Sparmassnahmen, dass ich nicht lache… ich lache nicht, denn mein Beruf sorgt ja vor allem dafür, dass andere lachen!
Lachen über diese zynischen Haltungen die sich beim Sparen immer deutlich abzeichnen, „is nix kann weg!“
So lange ein Behinderter in Basel nirgends aufs Klo gehen kann an der Fasnacht oder an einem andern Fest, ist in Basel noch vieles zu besprechen und vor allem zu realisieren!
Das sind Dinge die nicht alle Welt kosten! Ich will nun nicht die Kosten der unsäglichen Poller ins Feld führen. Aber der Leser möge sie sich vorstellen!

AK-BEHINDERTENGLEICHSTLELLUNG – RÜCKBLICK AUF DEN 1. STAMMTISCH

Wir bedanken uns bei Ihnen allen für die Teilnahme am 1. Stammtisch «100 Tage ohne Fachstelle für die Gleichstellung von Menschen mit Behinderung»

Impressionen vom 1. Stammtisch des Aktionskomitee’s Behindertengleichstellung in der Garage der Settelen AG – ein unvergessliches Ambiente! Ein grosses Dankeschön an die Settelen AG!

Die Gleichstellung von Menschen mit Behinderung ist noch lange nicht erreicht!

Genau deshalb veranstalteten wir den 1. Stammtisch-Abend am 13. April in der Settelen AG und es wird weitere geben … Organisiert durch das Aktionskomitee Behindertengleichstellung! Details zum nächsten Stammtisch werden bald folgen! Alles rund um die Idee des Stammtisches finden Sie unter der Rubrik STAMMTISCH.

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Unterstützen Sie uns mit ihrem Namen durch den Beitritt im Unterstützungskomitee unter der Rubrik UNTERSTÜTZEN.

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Wir freuen uns auf die Begegnung mit Ihnen – ob im Internet oder persönlich am Stammtisch!

Der 1. Stammtisch Behindertengleichstellung

Die kantonale Fachstelle für Menschen mit einer Behinderung soll wieder ins Leben gerufen werden. Vier Monate nachdem die ehemalige Fachstelle für die Gleichstellung von Menschen mit Behinderung geschlossen und deren Leiter Martin Haug gekündigt wurde, hat das Aktionskomitee Behindertengleichstellung zu seinem ersten Stammtisch eingeladen.

Fazit

Am Mittwoch, 13. April 2016, fand in den Werkstätten der Firma Settelen AG der 1. Stammtisch des AK Behindertengleichstellung statt. Unter Leitung von Linda Muscheidt Burri diskutierten 65 Personen, darunter mehr als 20 Betroffene, Angehörige und Beteiligte mit Vertreter/innen aus Verwaltung und Politik über „100 Tage ohne Fachstelle Gleichstellung von Menschen mit Behinderung“. Die intensiven Gespräche zeigten folgende Ergebnisse:

  • Die Zuständigkeit für die Meldestelle für Menschen mit Behinderung in der Verwaltung ist nicht geregelt. Die Aussagen von Regierungspräsident Morin und den Vertretern des Departements für Wirtschaft, Soziales und Umwelt (WSU) und des Präsidialdepartements widersprechen sich.

  • Es gibt auf www.bs.ch immer noch keine Angaben zu dieser Meldestelle (Email oder Telefon). Die Betroffenen wissen nicht, an wen sie sich wenden müssen.

  • Die Meldestelle ist nicht zugänglich, verfügt über keine Ressourcen und kein Wissen.

  • Die Betroffenen brauchen keine Meldestelle sondern eine Fachperson, die zuhört, versteht und handelt.

  • Das komplexe Thema der Gleichstellung und Inklusion von Menschen mit Behinderung ist seit der Schliessung der Fachstelle in der Verwaltung nicht mehr vertreten. Es gibt kein Monitoring von laufenden Projekten, neue Projekte werden nicht lanciert.

  • Die Kenntnisse der rechtlichen Grundlagen, Themen und Projekte im Bereich der Gleichstellung von Menschen mit Behinderung sind bei Politik und Verwaltung rudimentär.

  • Es bestehen nach wie vor unzählige Benachteiligungen und Hindernisse, bspw. im öffentlichen Raum. So bestehen seit Jahren verbindliche Richtlinien, die aber nicht umgesetzt werden, bspw. „Hindernisfreie Veranstaltungen auf der Allmend“.

  • Die meisten Ansprüche der Betroffenen sind existentiell: Aufs WC können, in ein Gebäude kommen, im öffentlichen Raum hindernisfrei unterwegs sein.

  • Es wurde festgestellt, nur die Wenigsten wissen was die Fachstelle alles tat, was ihre Aufgaben waren und wären. Lediglich 3% betrafen die Fachstelle während den zwölf Jahren ihres Bestehens bis zum 31.12.2015 als Anlaufstelle!

  • Das Behindertenforum lanciert Ende April in den Kantonen BS und BL eine Initiative, welche die Gleichstellung von Menschen mit Behinderung auf Verfassungsebene konkretisiert.

  • Das AK Behindertengleichstellung wird die Missstände im Bereich weiterhin öffentlich thematisieren.

 

Wichtiger Hinweis

Alles rund um die Fachstelle für die Gleichstellung von Menschen mit Behinderung, deren Aufgaben, was alles erreicht wurde und was längst noch nicht erreicht ist, finden Sie in Kürze an dieser Stelle unter AUSGANGSLAGE.
Wie am 1. Stammtisch festgestellt wurde, wissen nur die Wenigsten was die Fachstelle alles tat, was ihre Aufgaben waren und wären.

Lediglich 3% betrafen die Fachstelle während den zwölf Jahren ihres Bestehens bis zum 31.12.2015 als Anlaufstelle!

TagesWoche

Bericht zum 1. Stammtisch Behindertengleichstellung
Die kantonale Fachstelle für Menschen mit einer Behinderung soll wieder ins Leben gerufen werden.

von Yen Duong

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Ein Kommentar von Christoph Meury, Mitglied des Aktionskomitee Behindertengleichstellung

Auszug:
… Daher wird es in Zukunft wichtig sein, wer das Präsidialdepartement leiten wird. Die/der zukünftige Stadtpräsidentin/Stadtpräsident soll nicht irgendwer sein. Die WählerInnen, im Speziellen die betroffenen Menschen mit Behinderung, ihre Angehörigen und ihre Sympathisanten werden prüfen, wem sie ihre Stimme geben werden. Man wird die bisher bekannten Aspiranten und weitere KandidatInnen öffentlich auf Herz & Nieren prüfen: Wie stehen sie zu Behindertenfragen? Wie wollen sie die Behindertenfachstelle ersetzen? Respektive den Behindertenfragen im Präsidialdepartement das nötige Gehör verschaffen? …

PDF DOWNLOADEN

Direktlink zum Kommentar

  • Der Stammtisch Behindertengleichstellung ist Austausch von Menschen mit und ohne Behinderung und sammelt alle Anliegen, die Gleichstellung und Nachteilsausgleich einforden.
  • Der Stammtisch Behindertengleichstellung wird eine Plattform für verschiedene Aktionen und Begegnungen zwischen Menschen mit und ohne Behinderung.
  • Der Stammtisch Behindertengleichstellung verfolgt mit dem Aktionskomitee die Ziele der abgeschafften Fachstelle und wird sich bei Verwaltung, Politik und in der Öffentlichkeit unbequem und lautstark dafür einsetzen.

 

 

Aktionskomitee

Das Aktionskomitee Behindertengleichstellung organisiert

  •  Aktionen jeglicher Art, zu denen via Homepage und den Social Media Facebook und Twitter aufgerufen wird.
  • den Stammtisch für den Austausch zwischen Betroffenen, Behörden, ÄrztInnen, PsychologInnen, PolitikerInnen, interessierten Bürgern- und Bürgerinnen mit und ohne Behinderung.

Das Aktionskomitee Behindertengleichstellung wird ergänzt durch das sogenannte Unterstützungskomitee, dem ausnahmslos alle interessierten und engagierten Menschen mit und ohne Behinderung beitreten dürfen.

Das Aktionskomitee Behindertengleichstellung setzt sich wie folgt zusammen:

Walter Beutler

Präsident der Vereinigung Cerebral Basel

Um jährlich 160’000 Franken zu sparen, wird eine – zumindest aus Sicht der Behinderten – überaus wichtige staatliche Stelle leichtfertig geopfert. – Ein Schlag nicht nur gegen die Behindertengleichstellung in Basel-Stadt, sondern in der ganzen Schweiz!

Sibylle Birkenmeier

Kabarettistin

Sparwahnattacke der Regierung beschliesst unsinnige Sparübung. Es folgt ausgerechnet der Abschuss der Fachstelle für Behinderte. Gar nicht ausgerechnet wurde vorher der Überschuss von 432.4 Mio Franken! Das ist doch Behinderung von Behinderten …. durch behinderte Regierung! Ist dieser speziellen Behinderung noch beizukommen? Ja! In diesem Fall durch intelligente und grosszügige Neueröffnung der Fachstelle für Behinderte!

Thomas Brunnschweiler

Dr., Autor und freier Journalist

Die Schliessung der Fachstelle ist ein Schlag ins Gesicht des guten Rufs von Basel als weltoffene, humanistische und tolerante Stadt, umso mehr, als es nicht am mangelnden Geld liegt. Dies als Argument vorzuschieben, verrät nur die Ärmlichkeit des politischen Geisteszustandes dieser Stadt.

Christian Herzog

Dr. med., ehemaliger Kantonsarzt BS

Die Aufhebung der Fachstelle für die Gleichstellung von Menschen mit Behinderung ist eine rücksichtslose Sparübung, die dem sonst fortschrittlichen Basel unwürdig ist.

 

Simona Hofmann

Studentin Philosophie und deutsche Philologie / Stützkurslehrerin in der Gesellschaft für Arbeit und Wohnen (GAW)

Die Streichung ist ein Armutszeugnis nicht nur im wörtlichen Sinn, verstanden als vorgeschützte Sparmassnahme, sondern auch ein Armutszeugnis an Menschlichkeit: „Solidarität“, „gegenseitige Rücksichtnahme“, „Achtung der Vielfalt“, „Verantwortung gegenüber den künftigen Generationen“ – alles starke, für unser Zusammenleben konstitutive Begriffe in der Präambel der Bundesverfassung. Begriffe, die in Basel von der Fachstelle für die Gleichstellung von Menschen mit Behinderung umgesetzt und gefördert wurden.

Axel Jochum

Dr. med. Facharzt FMH für Psychiatrie und Psychotherapie

Die Aufhebung der Fachstelle für die Gleichstellung von Menschen mit Behinderung ist mir unverständlich. Noch immer bestehen Hürden im Alltag, die so nicht sein müssten. Dies zeigt, dass es weiterhin eine Stelle braucht, die sich für die Anliegen dieser Gruppe unserer Mitmenschen verantwortlich fühlt.

Hermine Jochum

Dr.phil. Fachpsychologin für Psychotherapie FSP, CAS Philosophie

Aus längjähriger Erfahrung als Rollstuhlfahrerin während meines Studiums an der Universität Basel und beruflicher Tätigkeit, weiss ich, dass bauliche Barrieren und die Nutzung von öffentlichen Verkehrsmittel ständig Hindernisse darstellen. Aber das ist nur ein Teil von den Problemen, die sich Menschen mit einer Behinderung stellen und wo kann man bei Fragen Unterstützung bekommen? Die Schliessung der Fachstelle für die Gleichstellung von Menschen mit einer Behinderung ist eine grosse Enttäuschung.

Ueli Mäder

Emeritierter Professor für Soziologie

Wer eine Behinderung hat, ist im Alltag benachteiligt. Die Fachstelle hilft, Hürden zu überwinden.

 

Inés Mateos

lic. phil., Expertin für Bildung und Diversität / Moderatorin

Wer sich mit Gleichstellungsfragen auskennt, weiss, wie schwierig es ist, Institutionen dazu zu kriegen umzudenken, um Gleichstellungshürden auf allen Ebenen abzubauen. Zu meinen, staatliche Institutionen könnten das von sich aus und ohne das spezifische Wissen und das Engagement eines Beauftragten, zeugt von Unwissenheit im gesamten Gleichstellungsbereich. Die Aufgabe besteht darin, staatliche Entscheide, alle Organisationen und Institutionen fit für die Zukunft zu machen, damit wir alle in der Vielfalt bestehen können. Ohne Behindertenbeauftragten gehen wir in dieser wichtigen Entwicklung einen Schritt zurück.

Brian McGowan

Ehemaliger Leiter Fachstelle Gleichstellung von Menschen mit Behinderung der Stadt Bern

Die Schliessung der Fachstelle zeugt vom unglaublichen Unwissen der dafür verantwortlichen Entscheidungsträger. Denn entgegen der Beteuerung, dass Gleichstellung in Basel weitgehend erreicht wurde, muss einmal mehr gesagt werden: Gleichstellung ist kein einmal zu erreichender Zustand, sondern ein Weg. Ein Prozess, der sich mit der gesellschaftlichen Entwicklung wandelt und weiter geht. Davon scheint die Basler Regierung leider nichts verstanden zu haben.

Christoph Meury

Kulturprojekte & journalistische Arbeiten / Projektleiter «Impulszentrum Holdenweid

Ich kann es immer noch nicht fassen: Die ultrareiche Stadt Basel streicht die Fachstelle für die Gleichstellung von Menschen mit Behinderung unter dem Vorwand von notwendigen Sparmassnahmen. 160’000 Franken werden dadurch jährlich eingespart. Gleichzeitig glänzt die Staatsrechnung 2015 mit einem Überschuss von 432.4 Mio. Franken und im gleichen Jahr sind auch die steuerbaren Vermögen der BaslerInnen um mindestens acht Milliarden Franken angewachsen. Mein Vertrauen in die Politik und die PolitikerInnen in Basel-Stadt ist nachhaltig erschüttert. Ich kann jeglicher Sparrhetorik zukünftig keinen Glauben mehr schenken.

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Maria Müller

Kommunikationsdesignerin, Dip. design (FH)

Inklusion bedeutet, dass Menschen mit und ohne Behinderung, von Anfang an, in allen Lebensbereichen, selbstbestimmt leben und zusammen leben. Dieses Menschenrecht in den Alltag umzusetzen ist die große Aufgabe der Gesellschaft, dazu gehört auch der Kanton als staatliche Instution. Das Ziel behinderten Menschen die Teilhabe an allen gesellschaftlichen Prozessen zu garantieren ist noch nicht erreicht.

Xaver Pfister

Xavi’s Bildungsladen / ehemaliger Informationsbe­auftragter der Römisch-Katholischen Kirche BS

Die Schliessung der Fachstelle für die Gleichstellung von Menschen mit Behinderung ist ein Skandal. Behinderte müssen mit ihrer Behinderung leben. Keine einfache Aufgabe. Deshalb brauchen viele Unterstützung. Die Schliessung der Fachstelle nimmt ihnen wichtige Unterstützung. Der ehemalige Leiter der Fachstelle ist ausserordentlich kompetent. Die Schliessung der Fachstelle verzichtet auf diese Ressource. Es ist unverständlich, das beste Pferd aus dem Stall zu nehmen.

Nadine Rohner

Angestellte / Free­lan­ce­rin

In Basel gibt es Fachstellen für beinahe alles, staatliche und private. Aus Spargründen ausgerechnet diejenige für Menschen mit Behinderung abzuschaffen, ein No-Go, eine Verachtung der Menschenwürde! Unser Ziel ist die Wiedereröffnung der Fachstelle als zentrale Anlauf- und Koordinationsstelle, in welchem Departement auch immer. Nicht dezentralisiert in WSU, ED und BVD. Was beim am 22.03.2016 vom Kanton bekanntgegebenen Überschuss der Staatsrechnung 2015 von 432,4 Mio. Franken ohne WENN und ABER möglich sein sollte!

Otto Schmid

Dr. phil., Kommunikationstrainer / Dozent/ Grossrat SP

Die Schliessung der Fachstellung für die Gleichstellung von Menschen mit Behinderung war eine falsche Entscheidung. Es entsteht dadurch kaum eine finanzielle Entlastung, der entstandene Schaden hingegen ist riesig. Wir brauchen diese Fachstelle, die sich für die Anliegen unserer Mitmenschen kompetent einsetzt.

 

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Stephan Settelen

Geschäftsführer und Mitinhaber Settelen AG

Das Leben von Menschen mit einer Behinderung und deren Angehörigen ist anstrengend, mitunter sehr anstrengend. Und das nicht nur an einem Tag, sondern andauernd. Laufend stellen sich Fragen, wie etwas gehen soll, wie kommt man wohin, wer darf wo was, wer ist dafür zuständig, wo bekomme ich welche Unterstützung, wo welche Hilfsmittel, wie geht das mit der Ausbildung, der Schule, dem Beruf, etc. etc. etc. 1‘001 Fragen, die sich stellen und für die man/frau nun, nach der Abschaffung der Fachstelle, selber die richtige Ansprechperson finden muss. Ein Ding der Unmöglichkeit und immer wieder alles erzählen, erklären, um dann festzustellen, dass man/frau am falsche Ort ist. Ein menschenunwürdiger Spiessrutenlauf und einer Stadt wie Basel nicht würdig.

Sarah Wyss

Grossrätin / designierte Geschäftsführerin Stiftung Selbsthilfe Schweiz

Die Schliessung der Fachstelle ist ein Skandal. Finanziell kann sie nicht begründet werden. Die Fachstelle ist ein muss, damit wir mit der Behindertengleichstellung weiter voran kommen

Gunda Zeeb

Künstlerische Leitung / Artistic Director wildwuchs Festival

Von einer Gleichstellung von Menschen mit und ohne Behinderung sind wir in Basel noch weit entfernt. Man nehme nur mal das Tram Richtung Allschwil als mobilitätseingeschränkter Mensch oder besuche eine normale Vorstellung des Theater Basels als Mensch mit einer Hörbehinderung.Dann wird klar, dass die Fachstelle für die Gleichstellung von Menschen mit einer Behinderung mehr als notwendig ist und ihre Streichung ein Schlag ins Gesicht für alle Betroffenen.

 

Beisitz / Moderation Stammtisch:

Linda Muscheidt

Kommunikation + Coaching, Journalistin BR

„Unsere MitarbeiterInnen setzen sich für die Chancengleichheit aller Bewohnerinnen und Bewohner des Kanton Basel-Stadt ein“ (Zitat homepage Präsidialdepartement). Wenn Menschen mit einer Behinderung eine Anlaufstelle auf der homepage im Präsidialdepartement suchen, finden sie sich unter den Stichworten „Stadtentwicklung“ und „Integration“ wieder. Es geht nicht um die Integration von Menschen mit Behinderung, sondern um die Chancengleichheit für sie. Damit Gleichberechtigung, Gleichstellung und Chancengleichheit nicht eine leere Satzhülse für Menschen mit Behinderung bleibt, braucht es eine kompetente Fachstelle, die diesen Namen auch verdient.